Neuigkeiten Luftraum Salzburg


Die Auswertung der Flüge vom Gaisberg hat uns gezeigt, es es verschiedene Stellen gibt an denen die Luftraumstruktur und das Gelände eine echte Herausforderung für Steckenflüge darstellen. In diesem PDF hat Michael sehr schön die Problemstellen des letzten F4F-Cup zusammengefasst.

Hier findet man die aktuelle Sichtflugkarte von Salzburg.

Und hier kann man die aktuellen KLM-Dateien der österreichischen Lufträume runterladen und sie z. B. auf dem Vario zu verwenden oder sich in Google Earth anzuschauen.

 

Unsere Problemstellen im letzten Jahr waren:
– Landeplatz Guggenthal (westliche und nördliche Grenze der TRA Gaisberg)
– Schwarzenberg (südliche Grenze der TRA Schwarzenberg A)
– Ochser/Spielbergalm (Obergrenze der TMA LOWS 4)
– Fuschlsee (Obergrenze der TMA LOWS 1)

 

Lösungen:

Ochser/Spielbergalm + Fuschelsee:
Wir haben angefragt, ob die Obergrenze der TMA LOWS 4 erhöht werden kann Das ist laut ACG nicht möglich, weil diese Höhe als minimale Höhe für den Landeanflug für Verkehrsflugzeuge notwendig ist. Es ist deshalb sehr wichtig und zu unserer Sicherheit, dass die maximale Höhe von 7.500 ft MSL (2.286 Meter MSL) in der LOWS 4 eingehalten wird.
Das gleiche gilt für die TMA LOWS 1 mit einer Höhe von 3.500 ft MSL (1.066 Meter MSL).

Guggenthal:
Die Instrumentenan- und -abbflugverfahren des Flughafen Salzburg führen sehr nah an der westliche Grenze der TRA Gaisberg und Schwarzenberg A vorbei. Aus dem Grund ist es sehr wichtig, dass diese Grenze strikt eingehalten wird. Auch im Bereich des Landeplatz Guggenthal.
Die Rettungshubschrauber, die von Salzburg ins Salzkammergut fliegen, orientieren sich dagegen an der Nordgrenze der TRA Gaisberg. Sie fliegen natürlich nach Sichtflugregeln, trotzdem ist es sehr wichtig, dass sie sich drauf verlassen können, dass wir innerhalb der TRA bleiben und sie nördlich davon „freie Bahn“ haben.
Die Grenzen der TRA am Landeplatz Guggenthal sind leicht erkennbar. Wenn man die Bundesstraße und die  Siedlung View² nicht überfliegt, ist man innerhalb der TRA und damit auf der sicheren Seite. Auf Höhe der Gersbergalm ist ca. die Bushaltestelle die westliche Grenze der TRA und darf nicht nach Westen überflogen werden.

 

Und jetzt die beiden guten Nachrichten:

Es besteht ab sofort die Möglichkeit, die TRA Gaisberg (und nur die TRA Gaisberg) bereits vor Dienstbeginn des Towers Salzburg (normalerweise 05:45) zu aktivieren. Bitte in dem Fall ganz normal AIS Salzburg (+43 5 17036555) anrufen und dort wie gewohnt anmelden. Die Sichtwerte/Sichtflugregeln müssen natürlich eingehalten werden!
AIS Wien wird die Anmeldung der ACC/FIC Wien melden, damit diese das Gebiet Gaisberg auf den Radarschirm der Flugsicherung aktivieren. Bei Dienstbeginn in Salzburg wird AIS Wien die Aktivierung nach Salzburg melden, danach erst wird die Aktivierung am ATIS ausgestrahlt. Vor 05:45 Uhr wird es keine ATIS Ausstrahlung geben, das heißt wenn man unsicher ist ob schon angemeldet wurde auf jeden Fall selbst anrufen. Lieber zweimal als garnicht anmelden! Jetzt gibt es keine Ausrede mehr für einen Hike&Fly vor der Arbeit 😉

 

Mit 26.03.2020 wurde die südliche Grenze der TRA Schwarzenberg A auf Grund der Vorschläge unseres Sportlichen Leiters Michael Gstöttner angepasst, das heißt der Schwarzenberg kann jetzt auch etwas weiter südlich angeflogen werden, ohne dass man Gefahr läuft in die CTR einzufliegen. An den maximalen Flughöhen hat sich aber nichts geändert! Im Bild Links erkennt man die alte Linie (schaffiert) und die neue Linie. Außerdem wurde der Bereich für den Anflug auf den Landeplatz Aigen den tatsächlichen Gegebenheiten angepasst. Jetzt ist es einfacher auf dem Rückflug vom Schwarzenberg den Landeplatz Aigen anzufliegen.

 

Noch ein wichtiger Hinweis von der Flugschicherung Salzburg:
Ganz wichtig ist auch zu wissen, dass die TRAs kein „Luftsperrgebiet“ sind! Es ist nur eine Änderung der Luftraumstruktur von D auf G. Dh. es kann dort theoretisch jederzeit ein Verkehrsflieger, Hubschrauber oder Privatpilot durchfliegen. Sie fliegen dann nach Sichtflugregeln. Instrumentflüge werden von der Flugsicherung von der TRA ferngehalten. Aber auch da gilt es zu beachten: bei einem Abflug auf der RWY15 mit Linkskurve über der Stadt kann es bei einem Notfall vorkommen, dass ein LFZ sehr knapp zum Gaisberg kommt oder sogar über die Spitze fliegt. Das sollte zwar nicht passieren, weil auch bei einem Notfall die IFR Schutzräume einzuhalten sind, aber es kann in der Praxis anders aussehen. Eventuell kann so ein LFZ keine großen Ausweichmanöver machen. Es kann also jederzeit auch ein „anderer“ gewollt oder ungewollt in die TRA einfliegen – also Luftraum/Flugraum immer beobachten.

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