Nachbericht Clubausflug Meduno


Der Sonne entgegen …

Meduno hat Paragleitern viel zu bieten. Einen frühen Saisonstart, wenn in Salzburg winterliche Nordstaulagen das Wetter bestimmen. Und einen willkommene Verlängerung des Sommers, wenn bei uns bereits der Herbst regiert.
Nach der wetterbedingten Absage des letzten Clubausflug nach Andelsbuch war Meduno erste Wahl für unseren Clubausflug 2021. Nicht nur wegen des mediterranen Wetters, sondern auch wegen der weltbekannten italienischen Küche.

 

 

 

Freitag
Es ist noch dunkel, als der Wecker läutet. Aber ich bin hellwach in Vorfreude auf unsere italienische Reise. Kurz vor 6 Uhr steigt Horst in Puch zu, dann Peter in Hallein und schließlich Gary in Pfarrwerfen beim Heldendenkmal. Schon bald liegt der Alpenhauptkamm hinter uns. Nach einer kurzes Rast in Villach passieren wir das Kanaltal mit tosenden Wasserfällen, überqueren den mächtigen Tagliamento beim Castello di Ragogna und erreichen schließlich unser Ziel (Sasso d’Oro) im lieblichen Solimbergo südlich der Alpen.

Kurze Zeit später stehen wir bereits am menschenleeren Landeplatz von Meduno. Vor uns die breiten Südhänge des Monte Valinis (1.102 m), dessen Gipfel von der tiefen Wolkenbasis verborgen wird. Während die einen auf den Shuttlebus zum Startplatz warten, machen sich Peter und ich durch das feuchte Gras des Landeplatzes in Richtung Castello di Toppo auf. Zuerst durch dunklen Urwald, dann über lichte Hänge, vorbei an verlassenen Hütten und felsige Klippen zieht unser Pfad immer höher – dem Gipfel entgegen. Über uns schrauben sich bereits die ersten Paragleiter aufwärts der Sonne entgegen, während über unsere Körper der Schweiß in Strömen abwärts fließt.

Irgendwann ist es geschafft. Liegt die letzte Wegbiegung hinter uns und der Startplatz vor uns. Es ist bereits nach Mittag und die Basis hat den Startplatz mittlerweile freigegeben. Höchste Zeit in die Luft zu kommen. Gott sei Dank helfen uns Wolfi, Herbert und Erhard bei der Startvorbereitung. Und bald schon ziehen wir gemeinsam unsere Bahnen über den Hängen des Monte Valinis. Immer tiefer und tiefer, dem Landeplatz entgegen. Jede Thermik kosten wir aus – wie bunte Schmetterlinge – unseren Traum vom Fliegen zu verlängern!

Schließlich stehen wir alle am Landeplatz – mit einem großen Lächeln im Gesicht. Mit unbändiger Lust auf mehr.

Kurze Zeit später sind wir dank Stefan wieder am Start. Die Sonne erfüllt jetzt den Himmel mit goldenem Licht und der Wind hat aufgefrischt. Wir heben ab – einer nach dem anderen – ins pure Glück. Laminares Steigen vereint mit einem endlosen Ausblick bis zum fernen Silberband der Adria. Die Zeit steht still. Episch!

Die ersten Sterne glitzern bereits am Himmel als wir schließlich sacht, ganz sacht landen. Rasch sind die Schirme gepackt, denn schon warten die lachenden Freunde bei leckerer Pizza und dunklem Wein in der Locanda al Lago. Wir kommen!

 

Samstag
Der nächste Tag erwacht! Nicht im gewohnten Bett in Salzburg, sondern hier in Italien. Ungewohnt. Und doch so vertraut. Gestärkt vom Frühstück brechen wir auf. Diesmal mit Horst, Gery, Peter, Wolfi, Philippus, Sabrina und Flo über die Landstraße nach Meduno. Von dort steil durch den Wald am kürzesten Weg zum Startplatz.

Erneut andere Flugbedingungen. Sonne, Südwind und starke Thermik sorgen für turbulente Bedingungen. Klaus lotet mit seinem Litespeed mutig das Streckenpotential Richtung Westen aus. Gery (Mentor) und ich (Iota) folgen Klaus. Als wir hoch über dem Fiume Meduno aufkreisen, fliegt Wolfi mit seinem Alpha frech unter uns direkt ins Lee des Monte Cavasso. Die Leefalle schnappt zu. Wolfi gelingt es, sich noch über den Fluss Richtung Meduno zu retten. Er verliert zwar diesen Flug, aber gewinnt dafür viel Erfahrung und eine zweite, wunderschöne Wanderung zum Gipfel des Monte Valinis.

Zurück am Monte Valinis begrüßt uns das volle Aufgebot von Fly4Fun, am Boden beim Groundhandling, Toplanden sowie an der Basis. Der Tag vergeht wie im Flug. Im goldenen Abendlicht schweben wir schließlich am Landeplatz ein – einer nach dem anderen!

Sissi hat diesmal für uns das Abendessen im Corte Morea gebucht. Ein typischer italienischer Landsitz. Diesmal gibt es statt Pizza, regionale Spezialitäten mit Antipasti und Insalata. Ein vollendeter Tag!

 

 

 

Sonntag
Am letzten Tag begrüßen uns schließlich beim Frühstück die Paramotor Piloten aus der Luft. Der Himmel ist bedeckt und es riecht nach Regen. Wir besteigen den Col Palis mit Blick auf Sequalis und besuchen das alte Castello de Solimbergo. Über den Kirchplatz führt uns der Weg zu unseren Autos! Zeit Abschied zu nehmen.

 

Wir kommen wieder …

Bericht von unserem Sportlichen Leiter Michael Zürnstein
Weitere Bilder findet ihr hier

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