Nachbericht AusFlug Paraclinic 08.02.2014


Am Samstagmorgen haben sich 8 Mitglieder mit zwei Autos aus Salzburg und einem aus Marktl auf den Weg nach Absams (Tirol) zur Paraclinic gemacht. Die Paraclinic ist ein markenunabhängiger Instandhaltungsbetrieb, der unter anderen Gleitschirmreparaturen, 2-Jahres-Checks und Retterpacken anbietet.

 

Nach einem herzlichen Empfang durch Richi Edlinger und Michi Brandstätter wurden gleich die neun Retter, die neu gepackt werden sollten, geworfen. Die Schirme wurden anschließend aufgeschüttelt und zum lüften aufgehängt. Danach hat uns Michi gezeigt, wie man beschädigte Leinen austauschen und Risse im Segel selbst kleben kann.

 

Leinen messenChristof hat seinen Schirm zum Check angemeldet, so konnten wir am „lebenden“ Objekt sehen, wie aufwändig ein 2-Jahres-Check ist. Nachdem an fünf vorgegebenen Stellen die Luftdurchlässigkeit am Obersegel gemessen wurde, und zu Freude des Besitzers recht gute Werte auf der Anzeige standen, ging es mit der Sichtkontrolle der Kappe auf Beschädigungen weiter. Chris hatte ein Brandloch im Obersegel vermutet, das wir aber auch mit vereinten Kräften nicht finden konnten. Dafür wurden zwei kleine Heuschreckenbisse mit Klebesegel repariert. Beim Belastungstest der Leinen konnten wir selbst Hand anlegen. Dabei wird jede Leine mit einem 20-Kilo-Gewicht belastet. Schnell haben unsere starken Männer festgestellt, dass die Arbeit in einem Check-Betrieb für Michi die ein oder andere Einheit im Fitnessstudio ersetzen kann. Nachdem alle Leinen den Belastungstest bestanden haben, wurde eine Stammleine ausgebaut und dem Reißtest unterzogen. Dabei wird die Leine so lange gespannt bis sie reißt. Die neue Leine wurde auf die gleiche Länge genäht und wieder eingebaut. Der letzte Teil im Check ist das vermessen der Leinen. Mit einem Laser wird millimetergenau die Länge erfasst und automatisch in eine vorbereitete Tabelle übertragen. Auch das konnten wir selbst ausprobieren und haben gemerkt, dass es gar nicht so leicht ist auf die Entfernung den Zielpunkt mit dem Laser zu treffen. Obwohl der Schirm mit den Abweichungen und Asymmetrien in den Leinen locker im Toleranzbereich gelegen ist hat Michi mit fachmännischen Blick schnell festgestellt, dass zwei Leinen etwas gekürzt werden mussten. Jetzt hat Chris wieder einen perfekt symmetrischen Schirm ohne Löcher und kann bis zum nächsten Check die Zeit in der Luft in vollen Zügen genießen.

Retter packen

Nach einer leckeren Pizza zu Mittag machten wir uns am Nachmittag daran die Retter zu packen. Jeder konnte bei seinem Retter selbst mithelfen und hat so viel über sein Gerät gelernt. Abgeschlossen wurde der Tag mit einer Präsentation über verschiedene Rettersysteme.

 

Michi und Richi haben alle Fragen rund ums Thema Reparatur, Check und Retter kompetent und verständlich erklärt und wir haben viel gelernt. Die Haupterkenntnisse waren, dass eine kaputte Leine, ein Riss im Segel oder ein heraus gefallener Retter nicht zum am Boden bleiben verdammen, wenn man eine Ersatzleine, Nadel, Faden und Klebesegel dabei hat und weiß wie man seinen Innencontainer wieder in den Außencontainer einbauen kann.

 

Etwas erschöpft, aber mit vielen neuen Erkenntnissen haben wir nach einem interessanten Tag die Rückreise angetreten.

 Gruppenfoto2

Unser nächster AusFlug wird ein Hike & Fly Anfang März auf den Gaisberg sein. Weiter Infos dazu findet ihr bald auf der Homepage.

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