Flugtipps

Der Flugberg:

Der Gaisberg am östlichen Stadtrand von Salzburg kann mittlerweile auf eine lange Fliegertradition zurückblicken.

Die Stadtnähe macht ihn zwar zum sportlichen Naherholungsgebiet – der Flughafen und die Rollbahn im Blickfeld der Weststartstelle – die CTR und die Einflugschneise bestimmen aber den Freiraum der „Gaisbergflieger”. Trotzdem konnte durch ein strenges Reglement und diszipliniertes Flugverhalten dieses schöne Fluggebiet erhalten bleiben.

Wer denkt das vom Gaisberg nur ruhige Gleitflüge zur Landewiese in Aigen möglich sind, wird speziell von Jänner bis Juli eines besseren belehrt. Zu dieser Zeit zeigen die Varios bereits beachtliche Steigwerte an und die ersten Streckenflüge in Richtung Süden werden in die Flugbücher geschrieben.
Daß das gesamte Gebiet ein beachtliches Streckenflugpotential aufweist, zeigen die hervorragenden OLC Ergebnisse die alljährlich mit Hänge- und Paragleiten vom Gaisberg aus gemacht werden.

Unser Verein hat Startplätze Richtung Westen, Osten und Norden errichtet. In den letzten Jahren wurden die schmalen Startrampen in großzügige Naturstartplätze (Wiesen) umgestaltet. Damit ist das Starten vom Gaisberg für alle Piloten einfach und sicher geworden. Mit diesen drei Startstellen- West, Ost und Nord (alle Wiesenstarts) gibt es am Gaisberg nahezu keine Windrichtung bei der nicht geflogen werden kann. Die einzige Windrichtung für die es keine Startstelle gibt ist Süd. Aber Süd heißt in Salzburg ohnehin meistens Föhn und da bleibt der Schirm sowieso besser im Rucksack.
Aber Achtung, trotz der sanften Optik ist der Gaisberg nicht unbedingt ein Anfängerberg. Speziell die Weststartstelle ist bei Nord- und Nord/Westwind sehr kritisch, da ein Rotor einen vermeintlichen Aufwind erzeugt. In solchen Situationen ist der Kontakt zu ortskundigen Fliegern und das Beachten deren Info’s unbedingt zu empfehlen.
Der Gaisberg ist ein ideales Ganzjahresfluggebiet  – die Gaisberstrasse ist auch im Winter immer geräumt und gut befahrbar.

Flugtipps:

Für alle die sich lediglich vom Hausbart (steht ab ca. 11.00 Uhr verläßlich rechts der West-Startstelle und ein zweiter auf der südlichen Bergflanke) in die Höhe tragen lassen wollen um hier in der Thermik zu kreisen, spielt der richtige Startzeitpunkt keine besondere Rolle. Thermikflüge gehen ohnehin nahezu den ganzen Tag.
Anders sieht die Situation speziell für Streckenflieger im Frühjahr aus. Will man erfolgreich auf Strecke gehen ist der Startzeitpunkt unbedingt vor 13.00 Uhr zu wählen, denn pünktlich wie die Uhr dreht dann der Wind bei der Weststartstelle auf Ost. Dieses Phänomen ist aber leicht zu erklären: Die Luft strömt vom bereits aufgeheizten Flachland in die kühlen noch schneebedeckten Berge. Wer zu spät kommt kann jedoch problemlos auf großzügig ausgebauten Ost-Startstelle starten und von dort sein Glück versuchen (am besten über die Nord zum Hausbart oder “Leethermik” auf der anderen Seite.

Besonderheiten:

Das Fluggelände Gaisberg liegt innerhalb der CTR des Salzburger Flughafens, darum gibt es spezielle Regelungen. Die wichtigste ist die Anmeldung des Fluggebietes bei der Flugsicherungstelle Salzburg Telefon 05 1703 6555. Weitere Informationen über den Flugbetrieb am Gaisberg sind im Internet und in den Schautafeln am Start- und Landeplatz.
Alle Piloten müssen sich vor dem 1. Flug des Tages mit den Regeln vertraut machen und sich vergewissern, dass das Fluggebiet angemeldet ist. Gastpiloten müssen ein Ticket für die Tageslandegebühr lösen. Für vielfliegende Gäste wird auch ein Jahrespickerl angeboten.

Sonderpilotenschein erforderlich !!!

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