Das Vereinsfluggelände Gaisberg (1280m) (Bilder)

Der Gaisberg am östlichen Stadtrand von Salzburg kann mittlerweile auf eine lange Fliegertradition zurückblicken.
Waren es ab 1920 die Segelflieger die die Szene beherrschten, übernahmen in den 70-er Jahren die Drachenflieger den Berg. Seit mehr als 15 Jahren sind es überwiegend Gleitschirmflieger, die am Gaisberg zuhause sind und das atemberaubende Panorama der zauberhaften Mozartstadt genießen.
Der Gaisberg ist in vielerlei Hinsicht ein ungewöhnlicher Flugberg:
Die Stadtnähe macht ihn zwar zum sportlichen Naherholungsgebiet - der Flughafen und die Rollbahn im Blickfeld der Weststartstelle - die CTR und die Einflugschneise bestimmen aber den Freiraum der „Gaisbergflieger". Trotzdem konnte durch ein strenges Reglement und diszipliniertes Flugverhalten dieses schöne Fluggebiet erhalten bleiben.
Nicht zuletzt aber auch durch Prof. Otto v. Steinhardt der den Flugbetrieb auch für die Zukunft sicherstellte, indem er alle Startstellen dem Club Fly for Fun übereignete. Eine Geste, die wohl einzigartig ist in ihrer Art.

Der Flugberg:

Wer denkt das vom Gaisberg nur ruhige Gleitflüge zur Landewiese in Aigen möglich sind, wird speziell von Jänner bis Juli eines besseren belehrt. Zu dieser Zeit zeigen die Varios bereits beachtliche Steigwerte an und die ersten Streckenflüge in Richtung Süden werden in die Flugbücher geschrieben.
Daß das gesamte Gebiet ein beachtliches Streckenflugpotential aufweist, zeigen nicht nur die Aufgaben die bei der alljährlichen Steinhardt - Trophy geflogen werden. Es wurden bereits Strecken von über 100 km (z.B. Gaisberg - Obertraun - Gaisberg) bewältigt.
Unser Verein hat Startplätze Richtung Westen, Osten und Norden errichtet, die anfänglich als Startrampen eingerichtet wurden. In den letzten Jahren wurden diese Startrampen in großzügige Naturstartplätze (Wiesen) umgestaltet und die alten Rampen abgerissen. Damit ist das Starten vom Gaisberg für alle Piloten einfach und sicher geworden. Mit diesen drei Startstellen- West, Ost und Nord (alle Wiesenstarts) gibt es am Gaisberg nahezu keine Windrichtung bei der nicht geflogen werden kann. Die einzige Windrichtung für die es keine Startstelle gibt ist Süd. Aber Süd heißt in Salzburg ohnehin meistens Föhn und da bleibt der Schirm sowieso besser im Rucksack.
Aber Achtung, trotz der sanften Optik ist der Gaisberg nicht unbedingt ein Anfängerberg. Speziell die Weststartstelle ist bei Nord- und Nord/Westwind sehr kritisch, da ein Rotor einen vermeintlichen Aufwind erzeugt. In solchen Situationen ist der Kontakt zu ortskundigen Fliegern und das Beachten deren Info's unbedingt zu empfehlen.
Der Gaisberg ist ein ideales Ganzjahresfluggebiet  - die Gaisberstrasse ist auch im Winter immer geräumt und gut befahrbar.

Anfahrt: Bundesstrasse Richtung Bad Ischl (Wolfgangseebundesstrasse) Abzweigung in Guggenthal auf den Gaisberg oder vom Landeplatz über Glasenbach, Oberwinkel zum Start, siehe Plan.  

Flugtips:

Für alle die sich lediglich vom Hausbart (steht ab ca. 11.00 Uhr verläßlich rechts der West-Startstelle und ein zweiter auf der südlichen Bergflanke) in die Höhe tragen lassen wollen um hier in der Thermik zu kreisen, spielt der richtige Startzeitpunkt keine besondere Rolle. Thermikflüge gehen ohnehin nahezu den ganzen Tag.
Anders sieht die Situation speziell für Streckenflieger im Frühjahr aus. Will man erfolgreich auf Strecke gehen ist der Startzeitpunkt unbedingt vor 13.00 Uhr zu wählen, denn pünktlich wie die Uhr dreht dann der Wind bei der Weststartstelle auf Ost. Dieses Phänomen ist aber leicht zu erklären: Die Luft strömt vom bereits aufgeheizten Flachland in die kühlen noch schneebedeckten Berge. Wer zu spät kommt kann jedoch problemlos auf großzügig ausgebauten Ost-Startstelle starten und von dort sein Glück versuchen (am besten über die Nord zum Hausbart oder "Leethermik" auf der anderen Seite.

Besonderheiten:

Das Fluggebiet Gaisberg liegt innerhalb der CTR des Salzburger Flughafens, darum gibt es spezielle Regelungen. Die wichtigste ist die Anmeldung des Fluggebietes bei der Flugsicherungstelle Salzburg Telefon 05 1703 6555 (mehr). Weitere Informationen über den Flugbetrieb am Gaisberg sind im Internet, in den Startkladden am Gaisberg und in den Schautafeln am Start- und Landeplatz.
Alle Piloten müssen sich vor dem 1. Flug des Tages in eine Startkladde eintragen (liegen bei den beiden Gasthöfen am Gaisbergspitz auf) und Gastpiloten müssen ein Ticket für die Tageslandegebühr lösen. Für vielfliegende Gäste wird auch ein Jahrespickerl angeboten.

Sonderpilotenschein erforderlich !!!

Am Besten du machst eine Gaisbergeinweisung mit unserem Club.


Tagesmitglied:

Da das Fliegen am Gaisberg nur für Clubmitglieder gestattet ist (siehe auch Bescheid) gibt es eine Tagesmitgliedschaft für Gastpiloten. Ausserdem haben wir nicht unerhebliche Ausgaben für die Einrichtung, Erhaltung und Pacht der Start- und Landeplätze. Deshalb bitten wir dich um einen Beitrag für diese Aufwendungen in Form eines

Bei Tandemflügen gilt für den Fluggast dieselbe Regelung, d.h. für den Fluggast ist ein Tagespickerl zu lösen soferne der Pilot kein FFF-Tandem Jahrespickerl hat.
Die Tages/Jahrespickerl sind in den Gasthöfen am Berg erhältlich. Damit du immer ohne Probleme zu deiner Jahreskarte kommst, geh zu unseren Club oder bestell sie via Internet.