Pasta, Pizza und Pisswetter

PWC Italien (Feltre, Bassano,... Venedig, ...)
Bericht von Alex Schalber (FLYFORFUN)


Mit großen Erwartungen waren wir in den ersten Weltcup dieser Saison gegangen, versprach doch das Thermik-Eldorado Italien mit den Wettkampfgebieten Feltre und Bassano eine tolle Wettkampfwoche.

Die Wetterprognosen für die Karwoche ließen die Gesichter dann allerdings recht lang werden. Für die ersten Tage in Feltre war eine mehr als labile Wetterlage zu erwarten – wir konnten froh sein, wenn überhaupt ein Flug möglich würde. Also hofften wir eben auf die abschließenden drei Tage in Bassano.

Den ersten Tag in Feltre verbrachten wir dann auch in stundenlanger Warterei auf dem Startplatz. Nachdem wir dann zweimal aufgrund aufkommenden Regens fluchtartig in die Autos verschwunden waren, hatte auch der Veranstalter ein Einsehen und entließ uns in die warmen Hotelzimmer.

Die nächsten beiden Tage verbrachten wir mit Stadtbesichtigungen und Prosecco-Verkosten.

Am Donnerstag ging’s dann ab nach Bassano. Eigentlich wäre es der letzte Tag in Feltre gewesen, aufgrund der labilen Wetterlage machten wir uns allerdings schon einen Tag früher auf den Weg ins neue Wettkampfgelände.

Beim Briefing um 12.00 Uhr Mittags wurde uns ein 70 km Task präsentiert. Nachdem sich da aber bereits die ersten Wolkentürme bildeten, war es für alle, die ihr Hirn nicht schon bei der Anmeldung zum Weltcup abgegeben hatten, fraglich, ob ein so großer Task Sinn macht.
Zumindest ermöglichte die bei den meisten eher unbeliebte Taskform "Speedrun" einen stressfreien Start. Der Großteil ging dann auch beim letztmöglichen Abflugzeitpunkt (13.30Uhr) ins Rennen. Bereits beim Rückflug von der ersten Wende schielten wir in Richtung Landewiese nach dem ausgelegten Kreuz für Taskabbruch - bei Wendepunkt Nummer Zwei war ja schon Regen auszumachen. Damit wollte sich dann auch der Veranstalter nicht anpatzen und brach vollkommen korrekt den Durchgang ab.
Wie immer, wenn es keine offizielle Rangliste gibt, hat es viele Sieger: Jeder zweite war seiner Meinung nach mit Bestzeit unterwegs...

Den Freitag verbrachten wir wieder mit Stadtbummeln und Restaurant-Besuchen. Helmut machte sich schon langsam Sorgen – würde ihn seine Frau nach dem Wettbewerb sofort auf Diät setzen?

Waren es diese trüben Diät- oder die ebenso trüben Wetteraussichten für Sonntag – Helmut entschloß sich Samstag morgens die Heimreise anzutreten, was übrigens die meisten österreichischen Teilnehmer schon einen Tag zuvor getan hatten.Und wie kann es anders sein, gegen Abend besserte sich nicht nur das Wetter, auch die Prognose für den folgenden Tag ließ wieder hoffen.

Eine neuerliche Anreise in aller Herrgottsfrühe nahmen jedoch nur noch die "Abtenauer" (Thomas Brandlehner, Martin Rettenbacher, Helmut Eichholzer) und Armin Eder in Kauf – 475 Kilometer von Abtenau bis zum Startplatz in Marostica – da kann man keinem Engagement absprechen.

Entgegen unserer Vermutung, der Veranstalter würde heute eine sehr kurze Aufgabe ausschreiben, um ja sicher die letzte Chance auf einen gültigen Durchgang zu wahren, entschloß man sich zu einer 63 Kilometer Aufgabe. Der Großteil davon führte am Ridge entlang. Umgelegt auf die Flugtaktik heißt das – Knie durchgestreckt und immer im Beschleuniger bleiben. Helmut Eichholzer, Armin und ich konnten uns bis zum Abflug in Richtung auf die vorletzte Boje im Flachland im ersten Pulk halten. Dann machte uns unsere Endanflugschwäche wieder einmal zu schaffen: Zu hoch aufgedreht und zu wenig "Gas" auf den letzen Kilometern verwehrten uns eine Spitzenplatzierung. Armin überquerte als neunter, Helmut Eichholzer als 13., ich als 14. die Ziellinie.

Also doch nicht nur Pasta und Pizza, sondern auch ein Flügerl zum Abschluß.

Von Helmut Ebner und Alex Schalber

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